Phimose - Verengte Vorhaut

 

Eine Phimose (Verengung der Vorhaut) ist bei einem Kleinkind eine vollkommen natürliche Sache. Nahezu jeder Bub hat in den ersten 6 Lebensjahren eine zu enge Vorhaut - das heißt: sie lässt sich nicht oder nur bedingt über die Eichel zurückschieben.

 

Ein Junge benötigt die „zurückschiebbare Vorhaut“ erst, wenn er Geschlechtsverkehr hat.

Daher ist eine Operation nur dann notwendig, wenn er mit der Verengung Probleme hat.

Probleme sind:

1) Immer wiederkehrende Entzündung des Penis

2) Problem beim Urinieren (Vorhaut bläht sich auf, bevor der Urinstrahl kommt)

Sonst ist eine Operation bis zum 7. Lebensjahr nicht notwendig.

Auch bitte keine "Dehnungsübungen", wie man es früher den Eltern gesagt hat (führt nur zur Narbenbildung). Erscheint auch nach dem oben Erklärtem logisch! Kein Mensch kommt bei einem Mädchen auf die Idee das Jungfernhäutchen zu dehnen, wenn sie damit keine mechanischen Probleme hat !

Sollte mit dem 7.Lebensjahr noch immer eine Verengung bestehen, ist eine natürliche Erweiterung unwahrscheinlich und die Indikation für eine Operation gegeben.

Hierzu vereinbaren Sie eine Untersuchung bei einem Urologen oder Kinderchirugen (Praxis oder Krankenhaus - zB. KH-Mödling, AKH-Wien, SMZ-Ost) Ihrer Wahl.

 

Leider besteht bei einigen Kollegen noch die althergebracht Meinung (frühkindliche Operation oder Dehnung durch Eltern in der Badewanne), sodass Eltern immer wieder verunsichert werden.